Käfer-Freunde frönen ihrer großen Leidenschaft
ADENAUER-PLATZ: "RE Beetle" huldigt einem Klassiker
2003 war ein trauriges Jahr für Dirk Kühler. In Mexico rollte der letzte Käfer vom Band. Das Ende einer fast 70 Jahre währenden Ära.
Der unwiderrufliche Stopp der Produktion war der Anfang des Käfertreffens in Recklinghausen. Gestern begrüßten Dirk Kühler und die anderen Organisatoren vom Käfer-Club zum zweiten "RE Beetle"-Treffen hunderte Liebhaber des Ur-Volkswagens auf dem Adenauer-Platz.
Kotflügel an Kotflügel reihten sich die runden Karossen auf. In der Sonne glitzerten sie in den Trendfarben der 50er bis 70er Jahre: Beige, Himmelblau, Tannengrün.
"Früher war der Käfer für mich einfach ein preisgünstiges Auto", sagt Dirk Kühler. Längst ist das 30 bis 50 PS starke Vehikel zur Leidenschaft gereift. Eine Leidenschaft zum Anfassen. "Beim Käfer kannst du alles selber machen. Motor wechseln dauert eine Viertelstunde", sagt Dirk Kühler. Der 36-Jährige gründete den Käfer-Club schon 1988. Seit dem ist es schwieriger geworden, an Ersatzteile zu kommen. Hilfe bietet der Käfer-Club mit seinen Kontakten.
Geduldet waren erstmals auch die Nachfahren des Käfers: Etwas abseits standen ein paar New Beetle. Die fabrikneuen Flitzer können in Kennerkreisen nicht mit Stefan Kucharzewskis Schätzchen mithalten. Sein Käfer wurde 1953 gebaut. Es ist eines der ersten Modelle mit ovalem Heckfenster. Der 29-Jährige hätte auch den Mercedes seines Vaters haben können. Wollte er aber nicht: "Der ist mir zu spießig." -asp
www.kcrev.de
VW als Marke ist zwar Kult: Das Forum jedoch schwächelt
27.06.2005 / LOKALAUSGABE / CASTROP-RAUXEL
Das Forum jedoch schwächelt
Veranstalter klagt über geringe Zuschauerzahl
und nur wenige Aussteller VW ist Kult. Eher wenig davon zu spüren war allerdings beim diesjährigen VW-Forum am Wochenende in der Europastadt: War dasTreffen einst ein "Muss" für jeden Tuning-Fan, lockt das Spektakel mittlerweile immer
weniger Gäste an. Die genauen Besucherzahlen stehen zwar noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass statt der "Pilgerströme" in den vergangenen 14 Jahren sich nur wenige PS-Fans zum automobilen Stelldichein von VW, Audi, Skoda und Seat auf in die Europastadt machten. Dadurch, dass das VW-Forum in diesem Jahr erstmals auch in Ulm und Hannover stattfindet, habe man zwar mit weniger Besuchern gerechnet. Dass es letztendlich so wenige sind, gibt den Veranstaltern Rätsel auf. "Wir betreiben Ursachenforschung", so Projektleiter Oliver Koch. Mit ein Grund dafür sei wohl die Tatsache, dass das Camping auf dem Gelände in diesem Jahr nicht möglich war. "Im Internet hatten wir eine Liste mit Hotels, Pensionen und Campingplätzen in der Umgebung zusammengestellt.Aber das ist eben nicht das Gleiche wie das Campen auf dem Geländedirekt nebenan", meint Oliver Koch. Die Zuschauer mag das wohl weniger gestört haben. Sie kamen aus der näheren Umgebung. Betroffen waren jedoch vor allem die Aussteller. Nur knapp 100 Autofreaks (zu Bestzeiten waren es an die 800) aus ganz Europa präsentierten in diesem Jahr ihre Karossen auf dem Forum. Einer von ihnen war Thorsten Lauterbach aus Bayreuth. Seit 1998 kommt er jedes Jahr zum großen VW-Treffen nach Castrop-Rauxel und erntet stets für seinen "aufgemotzten blau-orange-farbenen VW-Golf bewundernde Blicke. "90 000 Euro habe ich in den vergangenen zehn Jahren in den Wagen investiert", verkündet er stolz. Dieses Auto sei halt nicht nur ein Hobby, sondern seine Leidenschaft. "Was zu haben, was nicht jeder hat, das ist der Reiz", versucht er zu erklären. Eine andere Marke als Volkswagen fahren? Für ihn unvorstellbar. "VW ist Kult", ist er sich sicher. Kult beim VW-Forum sind mittlerweile neben den spektakulären Darbietungen der Lowrider die Wettbewerbe: Höchstleistung an Reaktion und Technik gab es zu erleben beim Sprintwettbewerb. Blitzblanke Karossen und auf Hochglanz polierte Motorinnenräumen galt es zu prämieren beim "Show & Shine"-Wettbewerb. Soundvergnügen und Dezibel-Rekorde versprach der Boombasstic Sound Contest. Gibt es trotz der schlechten Zahlen in diesem Jahr eine Neuauflage 2006? "Zunächst muss diese Veranstaltung ausgewertet und dann Gespräche mit der Stadt Castrop-Rauxel geführt werden", will sich Oliver Koch noch nicht festlegen. Stefanie Wand
15. VW Forum kommt erst am Sonntag auf Touren
Die Kritik bei den Fans und Besuchern des VW-Forums am 25. und 26. Juni ist klar und nachvollziehbar. Und als veranstaltende ARGE nehmen wir derartige Reak- tionen selbstverständlich auch sehr ernst. Es hat wenig Sinn, die Ursachen für die deutlich schwächere Teilnahme im wechselhaften Wetter zu suchen. Wetter- schwankungen hat es immer gegeben.
Störender ist die sicher Tatsache, dass wir bereits seit einigen Jahren mit ständig schlechter werdenden, örtlichen Verhältnissen zurecht kommen mussten. Aber das diesjährige "VW-Forum ohne Camping" hat zweifellos viele treue Übernachtungs- gäste aus nah und fern abgeschreckt. Ganz offensichtlich hat das VW Forum Castrop-Rauxel mit dem Wegfall der Zeltmöglichkeit um Rathaus einen Großteil seiner Anziehungskraft eingebüßt. Nur nicht bei der Polizei, die sich dieses Mal sogar von einem TV-Team “buchen" ließ.
Offensichtlich sollte die Einsatzfreude an der Tuning-Front dokumentiert werden. Möglicherweise sind damit die Tage dieses Klassikers innerhalb der Szene gezählt. Zunächst werden wir die Veranstaltung nochmals kritisch analysieren und freuen uns dazu über jeden konstruktiven Beitrag. Bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten und so wollen für diejenigen, die dabei waren oder dabei sein wollten, die Highlights des Wochenendes aufzeigen. Zumindest am Sonntag strahlte auch der Himmel und ließ die doch deutlich bessere Fahrzeugkulisse entsprechend eindrucksvoll glänzen. Zu den bewährten Programmpunkten zählten wie in den Vorjahren das Beschleunigungsrennen sowie der professionelle “Show & Shine" Wettbewerb.Und auch beim BOOMBASSTIC-Wettbewerb gab es neue Dezibelrekorde. Den Titel “Best of Show" des “Show & Shine" Wettbewerbs erkämpfte sich Jörg Ballermann aus Witten mit seinem hellblauen “Golf 1". Insgesamt wurden in 36 Klassen die begehrten “Show & Shine" Pokale vergeben. Auch in diesem Jahr war der Wettbewerb international besetzt. In der Klasse “Golf 3" erhielt End Koobtra aus Leiden/NL den ersten Platz und Ronny Vangeneugde aus Hassel/Belgien freute sich über einen Pokal und den dritten Platz für seinen “Golf 5". Aus den Niederlanden kam auch die Siegerin des Ladies-Cup. Mit ihrem Polo konnte Carine Eelderink die Jury überzeugen. Die treuen Mannen von der britschen Insel brauchten in diesem Jahr keinen weiteren Cupholder.
In acht Klassen startete man mit dem Beschleunigungsrennen hinter dem Rathaus. Hier kommen beide Gewinner aus Dortmund. Martin Schirrmann und Marco Degenhard trennte nur ein kleiner aber entscheidender Augenblick. Die beiden Fahrer, die in der 7. Klasse antraten, bezwangen die 150 Meter in 6,85 und 6,99 Sekunden mit ihren getunten Volkwagen. Im dritten Wettbewerb der beiden Tage ging es nicht um Schnelligkeit oder glänzenden Lack, sondern ausschließlich um Sound und Dezibelrekorde. Mit sagenhaften 151,8 Dezibel war Michael Bösche in der "Street-Max 1-2"- Klasse der “lauteste Teilnehmer" auf diesem VW-Forum. Neben einer Ausstellung zu “30-Jahre-Polo" gab es an beiden Tagen Lowrider-Shows mit Höchstleistungen an Material und Technik zu fetten Beats.
Ganz tolle Käfer
LÜNEN - Der aubergine-farbene Käfer von Alexandra Weigelt und Darius Heflik hat den großen Wettbewerb beim 1. Lünener Käfertreffen gewonnen. "Dreieinhalb Jahre haben wir daran gearbeitet", erklärt die Besitzerin der Käfer-Limousine vom Typ 1200 stolz. Mit 22 Jahren ist sie genauso alt wie ihr Fahrzeug. Erst vor zwei Wochen erfolgte die Zulassung in Coesfeld.
Über den großen Pokal freuen sich Alexandra Weigelt und Darius Heflik riesig. Aber auch sieben andere Käfer-Besitzer bekamen eine Trophäe. Den zweiten Platz in der Kategorie "Limousine" sicherte sich Alice Horstkamp. Dritter wurde Robert Seidler. In der Gruppe "Anverwandte" (Busse, Karmann Typ III) gewann Thomas Bögner den ersten Preis. Platz zwei errang Horst Jachmann, den dritten Platz bekam der Wagen von Dirk Heiny.
Bei den Cabrios hatte Axel Buxbaum die Nase vorn; gefolgt von Uwe Kessen und Thorsten Lenzner. Die Pokale wurden gestiftet vom Ausrichter des Käfertreffens, der "Interessengemeinschaft der Luftgekühlten Lünen ".
Heinz Thoy freut sich über die riesige Resonanz, die das Käfertreffen auf dem Parkplatz der ehemaligen Zeche Victoria I/II nach sich gezogen hat: "Wir haben heute über 250 Teilnehmer gezählt", erklärte er begeistert. "Das ist schon toll."
Er hatte recht: Sie kamen in Scharen. Knallgrüne und Rote, mit Flammen verzierte Käfer oder metallisch schwarz glänzende Fahrzeuge. Einige zogen kleine Wohnwagen-"Eier" hinter sich her; andere trugen antike Koffer auf dem Dachträger.
Für Käferliebhaber war auch das Rahmenprogramm abwechslungsreich. Infostände und ein Kleinteilemarkt waren präsent; für Kinder gab es eine Hüpfburg. Grillwürstchen und ein Getränkestand versorgten die hungrigen und durstigen Gäste. Bei schönem Sonnenwetter blieben die Besucher vom frühen Morgen bis zum Abend.
Heinz Thoy hat die "I.G. der Luftgekühlten Lünen" im Jahr 2002 gegründet. Sein eigener Käfer, ein 1303 Cabriolet, wird bald 30 Jahre alt. Thoy ist zufrieden mit dem Verlauf des Treffens, weiß aber, dass dies auch viel Organisation bedeutet. Doch da kann er auf die 16 Mitglieder des Käferclubs zählen. Sie und viele Helfer haben dafür gesorgt, dass das erste Lünener Käfertreffen zu einem Erfolg wurde. - mt
Von der unbeschreiblichen Liebe zu den Luftgekühlten
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LÜNEN - 258 Fahrzeuge zählte die hiesige "Interessengemeinschaft der Lüftgekühlten" am Sonntag auf ihrem ersten Käfertreffen an der ehemaligen Zeche Viktoria. Damit wurden alle Erwartungen übertroffen.
"Zeitweise wussten wir nicht, wohin mit den ganzen Fahrzeugen", berichtete Organisator Heinz Thoy voller Stolz. Mit "nur" etwa 100 Teilnehmern hatte die Interessengemeinschaft gerechnet, sodass am frühen Nachmittag Urkunden, Stimmzettel und Bratwürstchen ausgingen. Doch für Nachschub war schnell gesorgt und alles "klappte prima", so Thoy.
Schaulustige schlenderten durch die Wagenreihen, die Fans des luftgekühlten VW fachsimpelten am Picknick-Tisch unterm Sonnenschirm, und die Kinder bemalten mit Begeisterung einen Käfer, der extra zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt worden war. Auch Ersatzteilehändlerwaren mit ihrem Sortiment vertreten. An einigen besonders liebevoll restaurierten Fahrzeugen lagen Alben aus, in denen die Besucher den Werdegang der gehegten Schätzchen nachvollziehen konnten - von der verrosteten Karosse zum blitzenden Einzelstück.
Auch Marco Vornholts Limousine sticht ins Auge: Sie ist mit Kofferhalter, Dachgepäckträger und Blende ausgerüstet und fällt mit den aufs Dach geschnallten Getränkekisten sofort auf. Besonderes Schmankerl ist die Armlehne auf der Rückbank, "die gibt es nur viermal in ganz Deutschland." Seit drei Jahren eingefleischter Fan, versuchte er das Käfer-Gefühl in Worte zu fassen: "Überall wird man angesprochen, Leute machen Fotos, LKW-Fahrer grüßen. Es ist unbeschreiblich." Den Sommer über fährt er jedes Wochenende zu Käfertreffen, um sein geliebtes Fahrzeug vorzuführen und andere Fans kennen zu lernen. Dabei scheut er keine weiten Wege, auch nicht die 250 Kilometer, die Peine bei Braunschweig von Lünen trennen. Damit hatte er von allen auch die weiteste Anreise; die meisten Teilnehmer kamen aus dem Ruhrgebiet, dem Münsterland und dem Sauerland.
Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung am Nachmittag. Die Besucher hatten im Laufe des Tages die schönsten Fahrzeuge in drei Kategorien gewählt. Alexandra Weigelt (22) und Darius Heflik (25) aus Holtwick (Kreis COE) räumten mit ihrem auberginefarbenen 1200 den ersten Preis in der Königsdisziplin "Käfer Limousine" ab - die Belohnung für dreieinhalb Jahre Restaurationsarbeit.
Weitere Sieger waren Alice Horstkamp (2.) und Robert Seidler (3.) sowie in der Disziplin Käfer-Cabrio Axel Buxbaum (1.), Uwe Kessen (2.) und Thorsten Lenzner (3.) und in der Disziplin VW-Anverwandte Thomas Bögner (1.), Horst Jachmann (2.) und Dirk Heiny (3.).
Ein dreiviertel Jahr hatte die Vorbereitung für das erste Käfertreffen gedauert, der Aufbau hatte bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag begonnen - und die knapp 20 Mitglieder der Lüner Käfer-IG sind sich einig: Die Mühe hat sich gelohnt, der Erfolg rechtfertigt eine Neuauflage im kommenden Jahr. Der Termin, der letzte Sonntag im Mai, und der Treffpunkt an der ehemaligen Zeche Viktoria haben sich ja bewährt.
Käfer an Käfer, an Käfer, an Käfer...
LÜNEN - Zum ersten Lünener Käfertreffen hatte die heimische "Interessengemeinschaft (IG) der Luftgekühlten" am Wochenende auf den Parkplatz der ehemaligen Zeche Victoria eingeladen. Die Veranstalter wurden quasi überrannt. Hatten sie mit rund 100 Käfer und luftgekühlten Anverwandten aus dem Hause Volkswagen gerechnet, war es auf dem Parkplatz an der Zwolle Allee bisweilen zu eng, um alle Fahrzeuge dekorativ in Reihe zu stellen. Platz und Verpflegung wurden ob des Andrangs knapp - doch die IG ließ sich nicht unterkriegen, improvisierte - und bekam auch das "Problem" mit dem Andrang locker wieder in den Griff. Höhepunkt des Treffens war sicher der Schönheitswettbewerb in drei Kategorien. In der Königsdisziplin "Käfer Limousine" räumten Alexandra Weigelt und Darius Heflik aus Holtwick mit ihrem flotten Flitzer ab. Schon jetzt steht felsenfest: Bei diesem Erfolg wird eine Neuauflage im kommenden Jahr wohl außer Frage stehen.
Viele Käferfreunde kamen nach Lünen
LÜNEN - Alte Käfer in allen Farben, Benzingeruch und röhrende Motoren lockten viele Besucher zur ehemaligen Zeche Victoria 1/2. Weit über 250 Oldtimer-Fans trafen sich hier mit ihren alten Schätzchen, und nicht nur flotte Käfer, sondern auch Kübelwagen und andere Kuriositäten glänzten in der Sonne. Alexandra Weigelt und Darius Heflik aus Holtwick konnten am Ende die Jury mit ihrem 1200 überzeugen und den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Drei Jahre hatten die beiden geschraubt und gebastelt und Alexandra Weigelt ist stolz: "Das Auto ist genauso alt wie ich, 22 Jahre." Bei den Cabrios sicherte sich Axel Buxbaum den ersten Platz, Thomas Bögner siegte in der Kategorie der Anverwandten.
